Zertifizierungsvorgaben
Um ein Zertifikat als „Zertifiziertes Prostatazentrum im DVPZ“ zu erhalten, müssen verschiedene Anforderungen an ein Prostatazentrum erfüllt sein. Diese sind:
- Zertifizierung der Klinik nach DIN EN ISO 9001 oder ähnlichem QM-System*
- Beteiligung an Indikationskonferenzen
- Nachgewiesene regelmäßige Fortbildung zum Thema Prostataerkrankungen (mindestens 15 CME Punkte / Jahr zu PCA, BPH, Prostatitis)
- Beteiligung an Prävention und Vorsorge
- Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen
- Begleitung wissenschaftlicher Projekte
- Beteiligung an und Rekrutierung in mindestens zwei offiziellen Studienprotokollen
- Verfügbarkeit einer „Studynurse“
- Vorhaltung aller Standard-Diagnostik- und Therapieoptionen für PCA BPS und Prostatitis (ggf. durch Kooperation)
- Erfolgreiche externe Auditierung durch DVPZ-Auditoren
Detaillierte Angaben finden Sie im Erhebungsbogen.
*Die Etablierung eines Qualitätsmanagementsystems
Diese Anforderung ist erfahrungsgemäß mit dem größten Aufwand verbunden. Notwendige Beratungsleistungen können bei Bedarf von DVPZ-autorisierten Anbietern angefordert werden. Da Krankenhäuser zur Vorhaltung solcher Systeme in Zukunft verpflichtet sind, liegt ein solches System (z.B. ISO 9001, KTQ) unabhängig von einer DVPZ-Zertifizierung oft bereits vor und wird zu 100% anerkannt. Ebenso akzeptiert der DVPZ Beratungsleistungen durch eigene Qualitätsmanagementbeauftragte für diese Systeme. Lediglich die DVPZ-Workshops sind hier ausgenommen. Für niedergelassene Kooperationspartner ist der Abgleich der ebenfalls gesetzlich vorgeschriebenen praxisinternen QM-Systeme (z.B. ISO 9001, QEP bzw. Handbücher mit dem Zentrumshandbuch erforderlich. Eine externe Validierung ist vom Gesetzgeber bisher nicht gefordert und daher auch für das DVPZ-Zertifikat nicht zwingend erforderlich, wenngleich dies vom DVPZ ausdrücklich empfohlen wird.
