Zertifizierungsvorgaben

Um ein Zertifikat als „Zertifiziertes Prostatazentrum im DVPZ“ zu erhalten, müssen verschiedene Anforderungen an ein Prostatazentrum erfüllt sein. Diese sind:

 

  1. Zertifizierung der Klinik nach DIN EN ISO 9001 oder ähnlichem QM-System*
  2. Beteiligung an Indikationskonferenzen
  3. Nachgewiesene regelmäßige Fortbildung zum Thema Prostataerkrankungen (mindestens 15 CME Punkte / Jahr zu PCA, BPH, Prostatitis)
  4. Beteiligung an Prävention und Vorsorge
  5. Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen
  6. Begleitung wissenschaftlicher Projekte
  7. Beteiligung an und Rekrutierung in mindestens zwei offiziellen Studienprotokollen
  8. Verfügbarkeit einer „Studynurse“
  9. Vorhaltung aller Standard-Diagnostik- und Therapieoptionen für PCA BPS und Prostatitis (ggf. durch Kooperation)
  10. Erfolgreiche externe Auditierung durch DVPZ-Auditoren

Detaillierte Angaben finden Sie im Erhebungsbogen.

*Die Etablierung eines Qualitätsmanagementsystems
Diese Anforderung ist erfahrungsgemäß mit dem größten Aufwand verbunden. Notwendige Beratungsleistungen können bei Bedarf von DVPZ-autorisierten Anbietern angefordert werden. Da Krankenhäuser zur Vorhaltung solcher Systeme in Zukunft verpflichtet sind, liegt ein solches System (z.B. ISO 9001, KTQ) unabhängig von einer DVPZ-Zertifizierung oft bereits vor und wird zu 100% anerkannt. Ebenso akzeptiert der DVPZ Beratungsleistungen durch eigene Qualitätsmanagementbeauftragte für diese Systeme. Lediglich die DVPZ-Workshops sind hier ausgenommen. Für niedergelassene Kooperationspartner ist der Abgleich der ebenfalls gesetzlich vorgeschriebenen praxisinternen QM-Systeme (z.B. ISO 9001, QEP bzw. Handbücher mit dem Zentrumshandbuch erforderlich. Eine externe Validierung ist vom Gesetzgeber bisher nicht gefordert und daher auch für das DVPZ-Zertifikat nicht zwingend erforderlich, wenngleich dies vom DVPZ ausdrücklich empfohlen wird.