Das benigne Prostatasyndrom (BPS)
Unter einer gutartigen Veränderung der Prostata versteht man im Allgemeinen eine Vergrößerung der Prostata (benigne Prostatahyperplasie BPH), die mit Problemen beim Wasserlassen (Miktion) einhergeht. Da der Grad der Miktionssymptomatik auf der einen Seite und die eigentliche Vergrößerung des Organs auf der anderen Seite sehr unterschiedlich ausgeprägt sein können, spricht man auch von einem benignen Prostatasyndrom (BPS). Betroffen sind schätzungsweise 50 % der über 60-jährigen und 90 % der über 80-jährigen Männer. Zur Therapie gibt es je nach Ausprägung der Erkrankung sowohl medikamentöse als auch operative Ansätze.
Untersuchungen für Deutschland gehen von einer Prävalenz des BPS im Bereich von 25 % bis zu 60 % aus. Für einen 45-jahrigen symptomfreien Mann beträgt die Wahrscheinlichkeit, in den nächsten 30 Jahren seines Lebens an einem BPS zu erkranken, etwa 45 %.
